Schweige-Meditationsretreat
silent meditation retreat
Einladung zum Retreat
Das Englische Wort „Retreat“ bedeutet „Rückzug“. Wir ziehen uns für einige Tage vollständig zurück. Dies beinhaltet nicht nur die offensichtlichen Dinge, wie unseren Beruf und unsere sozialen Kontakte. Wir ziehen uns auch so weit, wie es uns möglich ist, von allen Überzeugungen in unserem Kopf zurück und begegnen unserem Leben möglichst neu und unkonditioniert.
Der geschützte Raum eines Retreats erlaubt es unserem Unter-Bewussten, uns mit Themen und Einsichten in Verbindung zu bringen, vor denen wir in unserem Alltag flüchten müssen. Denn im Alltag finden wir nicht die notwendige Zeit und Stille, um uns dem zu stellen, was sich zeigen will.
Ein intensives Meditationsretreat im Schweigen ist kein Wellness-Urlaub. Es ist die innere Bereitschaft dazu, Wachstum, Weiterentwicklung und Heilung in uns zu ermöglichen, indem wir uns unserem wahren Selbst für eine Begegnung öffnen.
Wir befinden uns für die gesamte Dauer des Retreats im Schweigen.
An wen sich die Einladung richtet
Ein Intensiv-Schweige-Meditationsretreat lädt dich dazu ein, die tiefste Wurzel deines Selbst zu erforschen, die Illusion der Getrenntheit zu hinterfragen und dem Licht des Bewusstseins zu erlauben, dein Sein vollständig zu durchdringen.
Es richtet sich an alle Menschen, die einem inneren Ruf nach Wahrheit, Friede, Freiheit oder bedingungsloser Liebe folgen wollen.
All diese Beschreibungen deuten letztendlich auf unsere wahre Natur. Uns mit dieser wieder zu verbinden und in ihr aufzugehen, ist die zugrunde liegende Motivation zum Retreat. Unser Selbst als das zu erkennen, wonach wir uns bewusst und unbewusst so sehr sehnen, ist das Ende der Suche und der Beginn unseres Lebens.
Der geschützte Raum
Das Retreat ist ein Gefäß, welches dich mit deinem ganzen Sein in sich aufnimmt.
Im Retreat bist du ausdrücklich dazu eingeladen, so zu sein, wie du bist. Indem das Retreat-Gefäß dich in deiner Gesamtheit willkommen heißt, ermutigt es dich dazu, dich selbst ebenfalls mit deinem ganzen Sein anzunehmen.
Voraussetzungen
Es ist von Vorteil, wenn du bereits über Meditations-Erfahrung verfügst, jedoch keine zwingende Voraussetzung.
Es ist wichtig, dass du während der Dauer des Retreats persönlich für die Außenwelt unerreichbar bist. Sollten dringende Dinge in deinem Umfeld geschehen, können deine Angehörigen Oliver erreichen und er wird dich dann informieren.
Völlige Stille
Stille während des Retreats bedeutet mehr, als nur zu schweigen.
Es beinhaltet auch, auf jegliche andere Form der Ablenkung im Außen zu verzichten.
Kein Schreiben, kein Lesen, kein Smartphone. Und wir teilen uns auch nicht mittels Gesten mit.
Auf diese Weise unterstützen wir uns gegenseitig und halten den Raum der Stille gemeinsam.
Ablauf und Inhalt
Tag 1: Nach dem Abendessen erfolgt eine Einweisung und Orientierung. Anschließend beginnt das Retreat und somit gehen wir gemeinsam in die Stille.
Tagesablauf während des Retreats: Jeder Retreat-Tag beginnt und endet mit einer stillen Meditation. Weitere 4 Meditationen finden im Verlauf des Tages statt. Jede Meditation hat eine Dauer von 30 Minuten. An den meisten Tagen begleitet dich eine geführte Meditation und/oder ein Vortrag von Oliver dabei, dich deinem wahren Selbst zu öffnen.
Letzter Tag: Das Retreat endet offiziell kurz vor dem Mittagessen. Dieses ist optional. Wer z.B. einen weiten Heimweg hat, muss am Essen nicht mehr teilnehmen.
Ort(e) und Termine in 2026
| Beginn | Ende | Ort |
|---|---|---|
| Samstag, 05.09.2026 | 16:00 Uhr | Freitag, 11.09.2026 | 11:00 Uhr | Kloster Freiheit, 24837 Schleswig |
| Samstag, 24.10.2026 | 16:00 Uhr | Freitag, 30.10.2026 | 11:00 Uhr | Kloster Freiheit, 24837 Schleswig |
| Sonntag 06.12.2026 | 16:00 Uhr | Samstag, 12.12.2026 | 11:00 Uhr | noch offen |
Kosten
6 Übernachtungen im Einzelzimmer
Vollverpflegung
Retreat-Gebühr
€ 510,-
€ 240,-
€ 246,-
Retreat-Kosten gesamt
€ 996,-
Anmeldung
Die Teilnehmerzahl ist in der Regel auf 20 Personen begrenzt. Je nach Örtlichkeit auch einmal deutlich weniger. Termine sind oft schnell ausgebucht.
Für eine Anmeldung sende bitte deinen Namen, deine Anschrift und das Datum des gewünschten Retreats per e-mail an: retreat@glueck-und-sinn.de.
Herausforderungen während des Retreats
Im Verlauf eines intensiven Schweige-Meditationsretreats werden uns in den meisten Fällen zwei Herausforderungen begegnen:
1.) Physisch: Wir sitzen täglich 3 Stunden in Meditation, aufgeteilt in 6 Einheiten. Dabei können sich Rückenschmerzen melden, die Beine einschlafen, sich Schultern und Nacken verspannen und ähnliches.
Einiges lässt sich durch eine gute Körperhaltung korrigieren. Dennoch ist es normal und erwartbar, dass der Körper mit der einen oder anderen Unannehmlichkeit zurechtkommen muss. Hier gilt es, gut auf die Intelligenz unseres Körpers zu hören. Unannehmlichkeiten sind in Ordnung, doch niemals sollte man sich durch „unerträgliche Schmerzen“ hindurch quälen. Wenn der Körper einmal deutlich „Nein“ sagt, ist es völlig in Ordnung, eine Meditations-Sitzung auszulassen.
2.) Mental: Ein intensives Schweige-Meditationsretreat hat ein großes transformatives Potential. Vielleicht werden wir uns sehr tief liegenden Themen erstmalig bewusst, oder begegnen uns selbst offener und ehrlicher, als bisher.
Wenn lang verborgene Emotionen an die Oberfläche und somit ins Licht unseres Bewusstseins kommen möchten, so ist ein solches Retreat die Chance, sie einmal nicht wie gewohnt wegzuschieben, sondern liebevoll anzunehmen. Hierin liegt das Potential zu einer nachhaltigen Heilung.
Gefahren?
Eine Stellungnahme von Oliver
Es gab Berichterstattungen in den Medien, die auf die Gefahr möglicher psychischer Beeinträchtigungen hingewiesen haben. Einige wenige der Berichte schienen mir sachlich. Andere waren mehr darauf ausgerichtet, mittels einprägsamer Schlagzeilen möglichst viele Leser anzuziehen.
Im Besonderen wurden hier Vipassana-Retreats von einer Dauer über 10 Tage und mehr genannt, bei welchen Teilnehmer anscheinend an ihre Grenzen kamen und dennoch ermutigt wurden, das Retreat nicht abzubrechen. Ob dies tatsächlich der Fall war, kann ich nicht beurteilen.
Hierzu ist aus meiner Sicht auf das Folgende hinzuweisen: Ein Schweige-Meditationsretreat ist keine Behandlungsform für eine psychische Erkrankung. Solltest du für eine solche in Behandlung sein, so ziehe bitte eine spätere Teilnahme am Retreat in Betracht. Solltest du z.B. wegen leichter bis mittlerer Depressionen in einer Therapie sein, so besprich bitte eine mögliche Teilnahme unbedingt vorab mit deinem Therapeuten.
Einen großen Einfluß übt die Motivation des Retreats auf die Wirkung und den Verlauf aus: Wer auf Leistung und Überschreiten der eigenen Grenzen aus ist und sich selbst durch ein solches Retreat „hindurch prügelt“, der tut sich selten etwas Gutes dabei. Wer hingegen einem tiefen inneren Ruf seines Herzens folgt, wird sich selbst zu nichts zwingen, was die eigenen Kapazitäten überschreitet.
Es gab im Rahmen der von mir durchgeführten Schweige-Retreats noch nie einen Fall, wie er in den Berichterstattungen beschrieben wurde. Im Gegenteil: Sollte bei mir der Eindruck entstehen, dass eine teilnehmenden Person zu viel Druck auf sich selbst ausübt, oder zu gewichtige Themen aufgewühlt werden, so würde ich sie ermutigen, das Retreat vorzeitig zu beenden.